Corona

St. Wendels Landrat Recktenwald spricht sich für sofortigen Shutdown aus

today10. Dezember 2020 932

Hintergrund
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St. Wendel. Angesichts der derzeitigen Entwicklung der Corona-Pandemie hat sich St. Wendels Landrat Udo Recktenwald in einem Facebook-Beitrag für einen sofortigen harten Shut- und Lockdown ausgesprochen. Dieser solle sich nach Meinung des Landrats auch über die Weihnachtsfeiertage erstrecken. Weiterhin fordert Recktenwald einen stärkeren Schutz von Seniorenheimen sowie dem Pflegepersonal durch regelmäßige Testungen und weiteren Maßnahmen zum Gesundheitsschutz. Auch ältere Menschen außerhalb von Pflege- und Altenheimen sollen laut Recktenwald regelmäßig getestet werden.

Anlass für den Facebook-Post sind die gestern gemeldete Zahl der Neuinfektionen (wir berichteten hier). Im Regionalverband Saarbrücken wurde gestern mit einem Inzidenzwert von 233 die kritische Marke von 200 überschritten, weshalb dort nun eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen droht. Auch der Landkreis St. Wendel mit einer 7-Tage-Inzidenz von 188 nähert sich dieser Marke.  Recktenwald nannte den Anstieg der Fallzahlen drastisch und schrieb: „Die Lage spitzt sich weiter zu, stimmt bedenklich und macht nachdenklich. Der Versuch, mit geringeren Einschränkungen durch die Pandemie zu kommen, scheint nicht zu gelingen.“

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Die Entwicklung der Fallzahlen lasse laut Recktenwald nur einen Schluss zu: „Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende,“ formulierte es der Landrat. Nur noch ein vorübergehender vollständiger Lockdown, auch an Weihnachten, könne jetzt noch helfen. „Nur so lassen sich Kontakte verhindern und eine hoffentlich baldige Rückkehr zu einer gewissen Normalität erreichen,“ so Recktenwald.

In den letzten Tagen haben mehrere Fälle in Senioren- und Pflegeheimen die Fallzahlen sprunghaft nach oben getrieben. Der Schutz dieser besonders gefährdeten Bewohner und des Pflegepersonals, ob in solchen Einrichtungen, im ambulanten Dienst oder in Krankenhäusern, müsse laut Recktenwald gestärkt werden. „Regelmäßige kostenlose Tests für alle, kostenlose Schutzausstattung, Zugangsbegrenzung,“ so der Landrat. Gleichzeitig sprach er sich aber auch für lockere Besucherregeln in Altenheimen über Weihnachten aus: „Allerdings: an Weihnachten sollten die alten Menschen besucht werden dürfen. Vereinsamung ist auch keine Lösung.“

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Obwohl die Schulen im Landkreis St. Wendel mit 5 bestätigten Fällen seit dem 2. Dezember keine Corona-Hotspots sind, sprach sich Landrat Recktenwald für ein vorziehen der Fastnachtsferien aus. Diese könnten dann die Weihnachtsferien verlängern. „Fastnachtsferien ohne Fastnacht und Skiurlaub braucht keiner,“ findet der Landrat. Um zusätzliche Intensivbetten zu schaffen, brachte Recktenwald die erneute Einführung der Vorhalteprämie für die Kliniken ins Spiel.

Foto-Quelle: CDU Ortsverband St. Wendel

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Geschrieben von: Marius Erkel

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