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Abriss des Ellenfeldstadions: Stadt und Borussia widersprechen Gerüchten entschieden

today17. Mai 2021 102

Hintergrund
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Neunkirchen. Aufgrund der jüngsten Berichterstattung treten die Kreisstadt Neunkirchen als Eigentümerin und Borussia Neunkirchen als Mieter den Gerüchten um einen Abriss des Ellenfeldstadions entgegen. Es gibt keine Pläne der Stadt oder des Vereins, das Stadion abzureißen: Tribüne inklusive Block 5, Spieser Kurve, die Gegengerade und die Stehränge hinter dem Tor bleiben bestehen.

Was die derzeitigen Pläne tatsächlich vorsehen, ist ein Abriss des Kopfbaues, um dort neue Funktionsräume für den Verein, also Umkleiden, Duschen etc. zu errichten. Mittel- bis langfristig sucht die Stadt nach weiteren Fördergeldern, um auf den dann entstehenden Funktionsräumen eine neue Halle zu errichten. Eine neue Halle ist aber noch Zukunftsmusik.

Der Plan zu neuen Funktionsräumen geht zurück auf Gespräche zwischen Stadt und Verein. Die Heizungs- und Sanitäranlagen des Ellenfelds sind in absolut keinem zeitgemäßen Zustand mehr und müssen dringend modernisiert werden. Aufgrund des Klimawandels ist es nicht vertretbar, Energie über alte Anlagen zu verschwenden und die Kosten erdrücken den Verein. Mannschaften, die in Neunkirchen spielen, haben moderne Anlagen verdient, weshalb auch der Rasen inklusive einer Beregnungsanlage erneuert werden soll.

Die für das Ellenfeldstadion typische Silhouette von Block 5, Tribüne, Spieser Kurve, Gegengerade und den Stehrängen hinter dem Tor wird erhalten bleiben. Daher sind Stadt und Verein über die Unterschriftenaktion der sogenannten „Stadiongesellschaft“ mehr als verwundert, in der diese für den Erhalt des Ellenfelds wirbt. Ein Abriss steht aus Sicht von Stadt und Verein vollkommen außer Frage. Das macht die Forderung nach einem Erhalt hinfällig.

Die Vermutung liegt nahe, dass hier bewusst Angst um das Stadion in der Öffentlichkeit geschürt wird, um die eigene Agenda präsentieren zu können. So fordert die „Stadiongesellschaft“ etwa, man solle eine Flutlichtanlage errichten. Eine Flutlichtanlage war nie Teil des Ellenfeldstadions, hat also mit dem Erhalt nichts zu tun. Zudem wird eine solche Anlage vom Verein in der Saarlandliga schlicht nicht gebraucht.

Innenminister Klaus Bouillon erklärt: „Die Zusage von 2 Mio. € aus meinem Haus gegenüber der Kreisstadt NK wurde bereits im Sommer 2019 mit dem damaligen Oberbürgermeister Jürgen Fried besprochen und vereinbart. Die finanzielle Förderung soll dabei in ‚substanzerhaltende Maßnahmen‘ fließen. Da es sich um die Gewährung kommunaler Bedarfszuweisungen handelt, sind hierbei ausschließlich die saarländischen Kommunen als zulässige Zuweisungsempfänger maßgeblich. In diesem Fall die Kreisstadt Neunkirchen, in deren Eigentum das Stadion ist.“

Die „Stadiongesellschaft“ ist eine Interessengruppe von Privatpersonen. In anderen Städten ist eine Stadiongesellschaft häufig eine städtische Tochter, die sich um die Bewirtschaftung des Stadions kümmert. Das ist hier nicht der Fall. Die „Stadiongesellschaft“ hat weder ein Mandat der Stadt noch des Vereins. Sie handeln nicht im öffentlichen Auftrag und sind auch keine Delegierten des Vereins Borussia Neunkirchen.

Ansprechpartner für Oberbürgermeister Jörg Aumann und Oberbürgermeister a.D. Jürgen Fried in Sachen Stadion ist und war immer der Vorstand des Vereins Borussia Neunkirchen.

In der Debatte um die zwei Millionen Förderung des Innenministeriums darf nicht untergehen, dass es sich hier um Steuergelder handelt. Das ist Geld, das die Landesregierung an die Stadt Neunkirchen gibt, um sie in einer angespannten Haushaltslage bei der Sanierung ihres kommunalen Eigentums zu unterstützen. Es wäre weder den Neunkircherinnen und Neunkirchern noch dem Innenministerium zu vermitteln, dieses Geld in z.B. eine Flutlichtanlage zu stecken, die gar nicht gebraucht wird. Das Geld ist in modernen Funktionsräumen gut angelegt. Die Stadt sichert damit, dass auch in Zukunft im Ellenfeld Fußball gespielt werden kann. Der Verein wird finanziell entlastet und es ist ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz.

Foto-Quelle: Martijn Mureau (CC BY-SA 4.0)

Geschrieben von: Marius Erkel

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