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Dauerbaustelle Baustellenmanagement: ADFC kritisiert erneute Sperrung des Saar-Radweges

today5. Mai 2021 574

Hintergrund
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Völklingen. Im letzten Jahr war der wichtigste Radweg des Saarlandes, der Saar-Radweg, für drei Monate gesperrt. Auch in diesem Jahr, genauer gesagt seit Anfang April, müssen Radfahrerinnen und Radfahrer wegen einer erneuten Sperrung wieder einen Umweg in Kauf nehmen. Und ab Juni droht schon das nächste Durchfahrverbot. Dann wird der Landesbetrieb für Straßenbau in der Nähe des Völklinger Hafens zwei marode Holzbrücken erneuern, was sich mindestens sechs Wochen hinziehen wird. Dies kann dazu führen, dass der Weg insgesamt sogar über dreieinhalb Monate nicht benutzbar ist.

Auch wenn der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) sich über die Brückenerneuerung sehr freut, stößt die Aneinanderreihung von Sperrungen doch auf Unverständnis. „Hätte man das nicht besser koordinieren können?“, fragt sich Landesvorstandssprecher Thomas Fläschner. Für Verärgerung beim ADFC sorgt auch, dass zwar in der Nähe des STEAG-Kraftwerks mit Baumaßnahmen begonnen worden sei, diese aber nun offensichtlich ruhen würden, was die Freigabe des Leinpfades verzögere.

Überhaupt sei die Sperrung aus „heiterem Himmel und pünktlich zu Beginn der Fahrrad-Saison“ erfolgt – gelungene Kommunikation und Information sieht für Hans Holderbaum, den Sprecher des ADFC Völklingen, anders aus. Der ADFC habe auch die lückenhafte Beschilderung der Umleitung schon vor Wochen angemahnt, verändert habe sich indes noch nichts.

Wie bereits in 2020 führe die Umleitung in Völklingen über die Straße „Im Alten Brühl“. Diese sei oft verschlammt, werde aktuell wegen einer weiteren Baustelle von schweren LKWs und generell zum Abstellen von großen LKW-Anhängern genutzt. Hier verlagere eine Firma quasi die Parkplätze ihrer Firmenfahrzeuge in den öffentlichen Raum. Zum Nachteil schwächerer Verkehrsteilnehmer. Deshalb hat der ADFC schon vor längerer Zeit von der Stadt Völklingen gefordert, in dieser Straße ein Parkverbot anzuordnen.

Foto-Quelle: Thomas Fläschner

Geschrieben von: Marius Erkel

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