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Umstürzen verhindert: Sattelschlepper beladen mit Ölen und Schmierstoffen gerät in Schieflage

today28. März 2021 361

Hintergrund
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Saarlouis. Der Saarlouiser Steinrausch ist am Freitagabend nur knapp an einer möglichen Umweltkatastrophe vorbeigeschlittert. Am frühen Abend hatte sich ein litauischer Sattelschlepper beim Rangieren festgefahren und der mit 20 Tonnen Ölen und Schmierstoffen beladene Auflieger drohte umzustürzen. Die Feuerwehr und der Merziger Bergungsspezialist Andreas Bohr verhinderten dies. In einer mehrstündigen „Rettungsaktion“ wurde der Lastzug unbeschadet wieder auf die Fahrbahn zurückgeschafft.

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Löschbezirksführer Frank Lay war nach dem positiven Ende dieser spektakulären Aktion, die von zahlreichen Anliegern aufmerksam verfolgt wurde, sichtlich erleichtert. „Das hätte ganz leicht schief gehen können,“ erklärte er zum Abschluss des zeitaufwändigen Einsatzes. Nur dank der vorbildlichen Ladungssicherung der Firma Meguin sei das Fahrzeug seiner Meinung nach nicht umgekippt.

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Anlieger hatten am frühen Freitagabend die Feuerwehr alarmiert, nachdem der Fahrer des Lastzuges vergeblich versucht hatte, das Fahrzeug frei zu schaufeln. Beim Versuch, den Sattelschlepper rückwärts auf einen befestigten Weg zu rangieren, war er mit dem schweren Gefährt von der Fahrbahn abgekommen und bis zu den Achsen im weichen Untergrund neben dem Asphalt eingesunken.  Dabei geriet der Auflieger in eine gefährliche Schieflage.

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Einsatzkräfte des Löschbezirks Ost sondierten die Lage und sichert mit Stahltauen das Fahrzeug ab. Eine Verständigung mit dem Fahrer war zunächst nicht möglich, da er nur russisch sprach. Ein sprachkundiger Passant leistete dann in der Folge aber wertvolle Hilfe und fungierte während des gesamten Einsatzes als Dolmetscher.
Der Merziger Bergungsspezialist Andreas Bohr wurde telefonisch zur Einsatzstelle beordert, nachdem man ihn per Handyfotos die Sachlage dargestellt hatte. Noch vor Einbruch der Dunkelheit war er mit seinen mehrfach preisgekrönten, leistungsstarken Lkw-Schlepper vor Ort.

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Ursprünglich wollte er den festgefahrenen Lastzug nur mit seinem leistungsstarken Schleppfahrzeug aus dem Morast ziehen, entschied sich dann nach genauerer Prüfung der Situation und auf Anraten der Feuerwehr aber doch dafür, zur Unterstützung und Absicherung seinen Autokran zur Unfallstelle kommen zu lassen. Zu tief steckte der gefährlich schräg stehende Auflieger im Untergrund fest, und da er zweistöckig, wenn auch gut gesichert beladen war, befürchtete man ein Umkippen. Polizeikräfte und Feuerwehr hatten zwischenzeitlich die Kurt-Schumacher-Straße gesperrt. Die Drehleiter wurde aus der nur wenige Meter entfernten Feuerwache herbeibeordert, um zu den inzwischen die Einsatzstelle von oben auszuleuchten.

Noch während der Anfahrt des Autokrans musste dann aber ein Teil der Einsatzkräfte der Feuerwehr mit ihren Fahrzeugen abrücken. Nur wenige hundert Meter Luftlinie entfernt, war auf der Autobahn bei Roden ein schwerer Verkehrsunfall mit mehreren Fahrzeugen und möglichen eingeklemmten Personen gemeldet worden. Andere Einsatzkräfte rückten auf dem Steinrausch nach, um die Bergungsspezialisten aus Merzig nach besten Kräften weiter zu unterstützen.

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Während die Feuerwehrkräfte auf der inzwischen vollgesperrten Autobahn die Batterien der Unfallfahrzeuge abklemmten und ausgelaufenen Kraftstoff abstreuten – glücklicherweise war niemand eingeklemmt -, liefen auf der Kurt-Schumacher-Allee im Steinrausch bereits die eigentlichen Bergungsmaßnahmen an. Im gleißenden Flutlicht wurde der Autokran in Position gebracht.

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Nachdem die Haltebänder am hinteren Ende des Lastzuges unter dem Auflieger durchgezogen waren, wurde dann noch das leistungsstarke Schleppfahrzeug vor den Lastzug gespannt. Und danach ging alles auf einmal ganz schnell. Ganz vorsichtig wurde der Auflieger mit voller Ladung vom Kranführer Zentimeter für Zentimeter hochgehoben, während ein anderer Mitarbeiter des Merziger Bergungsunternehmen die Zugmaschine langsam mit viel Gefühl und mit massiver Unterstützung des Schleppers zurück auf die Fahrbahn steuerte. Zahlreiche Anlieger verfolgten voller Spannung aufmerksam die gleichermaßen aufwändige wie spektakuläre Bergungsaktion. Gegen 21 Uhr, gut dreieinhalb Stunden nach der Alarmierung, stand der Lastzug unbeschadet wieder komplett auf der Kurt-Schumacher-Allee.

Inzwischen waren auch die Einsatzkräfte von der Unfallstelle auf der Autobahn zurück. Neben dem Löschbezirk Ost waren auf der Richtungsfahrbahn Neunkirchen zwischen den Anschlussstellen Röderberg und Steinrausch auch die Feuerwehrkollegen der Löschbezirk Innenstadt und West im Einsatz.

Geschrieben von: Marius Erkel

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