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Mordfall Yeboah – Ermittler finden nach fast 30 Jahren neue Spur!

today29. Januar 2021 299 1

Hintergrund
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Nach fast 30 Jahren neue Erkenntnisse im Fall Samuel Yeboah:

Ein Tatverdächtiger wurde ermittelt und dessen Wohnung sowie der Arbeitsplatz durchsucht. Festgenommen wurde der 49-jährige Tatverdächtige nicht. Er sei zwar seit Jahren eine Größe in der rechten Szene, allerdings waren laut Bundesanwaltschaft die Voraussetzungen für eine Festnahme nicht erfüllt.

Fotos aus den neunziger Jahren zeigen den Tatverdächtigen in einer Gruppe szenetypisch gekleideter Personen, ebenso wurde sein Name 1996 im Rahmen einer unangemeldeten Kundgebung in Worms der Polizei bekannt. Er nahm damals mit rund 200 Neonazis an einem Marsch zum Gedenken an den Todestag von Rudolf Hess teil – darunter u.a. auch die späteren NSU-Terroristen Zschäpe und Mundlos sowie der spätere NPD-Chef Holger Apfel.

1991 war es zu einem Brandanschlag auf ein Asylbewerberheim in Saarlouis gekommen, dabei kam der aus Ghana stammende Samuel Yeboah ums Leben, zwei weitere Menschen wurden verletzt. Ein halbes Jahr nach der Tat wurde der Fall zunächst erfolglos zu den Akten gelegt.

Damals gab es bereits Hinweise darauf, dass die Tat einen rechtsextremistisch motivierten Hintergrund haben könnte. Anfang der Neunziger Jahre ereignete sich eine Reihe von Anschlägen auf Asylbewerberheime.

 

Quelle: Landespolizeipräsidium Saarland

Seit knapp sechs Monaten wurden die Ermittlungen wieder aufgenommen, nachdem ein Tipp aus der Szene die Ermittler auf eine konkrete Spur gebracht hat. Im Sommer letzten Jahres wurde der Fall vom Generalbundesanwalt in Karlsruhe übernommen.

Die Polizei bittet weiterhin um Hinweise zur Tat, unter 0681/962 5555 können Informationen anonym eingereicht werden.

Quelle: Landespolizeipräsidium Saarland

Samuel Yeboah wurde im Alter von 27 Jahren getötet und wurde auf dem Friedhof Neue Welt beerdigt. An seinem Grab wurde eine Gedenktafel aufgestellt, die die Inschrift trägt: „Opfer eines Brandanschlags auf ein Asylbewerberheim“. Antirassistische Gruppierungen üben Kritik am öffentlichen Umgang mit dem Tod Yeboahs und fordern weitere Maßnahmen um des Opfers zu gedenken und an das Verbrechen zu erinnern.

Mit Informationen des Spiegels

Geschrieben von: admin

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