Corona

Saar-Linke fordert kostenlose Masken für Jedermann

today22. Januar 2021 223 1

Hintergrund
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Saarbrücken. Hinsichtlich einer Verschärfung der Makenpflicht ab kommendem Montag hat sich die Linke im Saarland für eine kostenlose Bereitstellung medizinischer Masken ausgesprochen. Mit Inkrafttreten der neuen Reglung beim Tragen des Mund-Nase-Schutzes ist eine einfache Stoffmaske nicht mehr zugelassen, sondern es müssen medizinische Masken wie FFP2- oder OP-Masken in Geschäften und im ÖPNV genutzt werden.

„Aus Sicht der saarländischen LINKEN bedeutet eine Pflicht zum Tragen von medizinischen Schutzmasken im öffentlichen Nahverkehr und in Einkaufszentren, dass diese Masken kostenfrei abgegeben werden müssen“, so Thomas Lutze, Landesvorsitzender der Saar-Linken. „Da diese Masken, ganz gleich ob FFP2- oder OP-Masken, Einwegmasken sind und nur zeitlich begrenzt gebrauchsfähig sind, leistet das Verteilen von einem Dutzend dieser Masken keinen ausreichenden Beitrag zur sozial-gerechten Pandemiebekämpfung.“

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Lutze weiter: „Unsere Gesellschaft muss sich überlegen, ob sie warten will bis die Impfungen flächendeckend abgeschlossen ist. Ober ob es gelingt, zeitnah die Infektionszahlen deutlich zu senken. In vielen Bereichen werden derzeit vollkommen zu Recht Milliardenbeträge ausgegeben, um die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie abzumildern. Vor diesem Hintergrund sollte das kostenlose Verteilen dieser Schutzmasken eine Selbstverständlichkeit sein.“

Das heute noch nicht einmal sozial Benachteiligte – wie Empfänger:innen von Hartz-IV-Leistungen – diese Masken kostenfrei bekommen, zeigt wie unsolidarisch wir trotz warmer Worte in der Realität sind. Dennoch wäre eine alleinige Begrenzung auf Menschen mit sehr geringen Einkommen nicht der geeignete Weg. Dies würde bedeuten, dass es eine Abgrenzung geben muss, wer diese Masken kostenlos erhält und wer nicht. Abgesehen davon, dass viele Menschen derzeit sehr wenig Geld zur Verfügung haben und dennoch keine Hartz-IV-Lestungen beantragen, wären dann Prüfungen und Kontrollen notwendigen.

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Diesen zusätzlichen bürokratischen Aufwand kann man sich sparen, wenn es an den Eingängen der Einkaufzentren und den öffentlichen Verkehrsmitteln diese Masken kostenfrei gäbe. Und mit Sicherheit könnten der Teil des Einzelhandels, der derzeit geöffnet hat, problemlos einen finanziellen Beitrag leisten“, so Lutze abschließend.

Geschrieben von: Marius Erkel

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