Corona

Staatskanzlei unterstützt Forschungsprojekt zur Untersuchung von Mutationen des SARS-CoV-2-Virus und deren Monitoring

today18. Januar 2021 58

Hintergrund
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Saarbrücken/Homburg. In den vergangenen Wochen sind weltweit verstärkt neue Varianten des SARS-CoV-2-Virus aufgetreten. Inwiefern diese Mutationen das Verhalten der bisher bekannten Virusvariante verändern, ist noch nicht abschließend geklärt.

Ministerpräsident Tobias Hans: „Das Untersuchen und Überwachen, ob auch im Saarland Varianten des SARS-CoV-2-Virus auftreten, die eine höhere Ansteckungsfähigkeit besitzen, ist ein wichtiger Schritt, um schnell auf veränderte Bedingungen reagieren und entsprechende Maßnahmen einleiten zu können. Ich bin froh, dass wir bei unseren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern das dafür erforderliche Knowhow haben und die gute Vernetzung und Zusammenarbeit der Wissenschaftler in der Großregion auch einen Datenabgleich mit unseren direkten Nachbarn ermöglicht“.

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Einige Varianten scheinen eine deutlich größere Ansteckungsfähigkeit zu besitzen, was eine Beschleunigung der Pandemie mit sich bringen könnte. „Wir untersuchen bereits seit Mai 2020 mit modernsten Methoden, welche Virus-Varianten im Saarland zu finden sind. Bislang konnten wir mit Mitteln der Universität 200 Proben analysieren, in denen wir die viel diskutierten neuen Varianten (noch) nicht entdecken konnten. Die Zahl untersuchter Proben ist jedoch für eine belastbare Aussage noch zu klein. Wir werden unsere Arbeiten daher deutlich ausweiten. Die jetzt bewilligten Gelder des Landes bieten uns hier eine erste Unterstützung“, so Professor Jörn Walter vom Lehrstuhl für Genetik der Universität des Saarlandes.

Um einen genauen Überblick zu erhalten, welche Varianten des SARS-CoV-2-Virus im Saarland auftreten und wie deren spezifisches Verhalten aussieht, soll nunmehr im Forschungsprojekt „SaarCoSeq“ untersucht werden. Als Grundlage dienen hierbei SARS-CoV-2-positive Proben, die das Institut für Virologie am Uniklinikum Homburg in den vergangenen Monaten aus dem gesamten Saarland gesammelt hat, sowie positive Proben aus den Landkreisen und dem Regionalverband, die bis ins Frühjahr hinein hinzukommen werden.

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Hierzu Frau Professorin Sigrun Smola, Direktorin des Instituts für Virologie Universität des Saarlandes/Uniklinikum Homburg: „Aus den von uns bislang mehr als 100.000 PCR-getesteten Abstrichproben konnten wir eine Biobank mit über 5.800 SARS-CoV-2-positiven Restproben anlegen. Wir freuen uns über die Bewilligung des Projekts, das uns nun erlauben wird, in deutlich mehr Proben nach den neuen Varianten zu fahnden. Damit können wir feststellen, ob diese bereits im Saarland angekommen sind“.

Über das Saarland hinausgehend findet hierbei auch ein Vergleich mit Daten aus der Großregion statt. Ziele sind hier, die Unterschiede der Verbreitung und Ausbreitung zu erfassen, die möglichen Ursprünge aus verschiedenen Regionen Europas und der Welt genauer nachzuvollziehen und zu monitoren, wie stark die beiden „Kernvarianten“ sich verändern und ob sie eventuell durchsetzungsstärker werden.

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Die Staatskanzlei unterstützt das von Frau Professorin Smola und Herrn Professor Walter durchgeführte Vorhaben mit einer Förderung in Höhe von rund 80.000 Euro.

Foto-Quelle: NIAID

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Geschrieben von: Marius Erkel

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