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Landrat Recktenwald fordert Änderung beim Schwerpunktprinzip und zeitnahe Impfung des Pflegepersonals

today11. Januar 2021 29

Hintergrund
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St. Wendel. Auch in der neuen Rechtsverordnung des Saarlandes zur Bekämpfung der Corona-Pandemie ist das so genannte Schwerpunktprinzip verankert. Dieses erlaubt SB-Warenhäusern, Discountern, Supermärkten mit Mischsortimenten den Verkauf aller angebotenen Waren, sofern laut Verordnung erlaubte Sortimentteile, beispielsweise Lebensmittel oder Drogerieartikel, überwiegen.

„So notwendig die Verlängerung und auch Verschärfung des Lockdowns ist – dass weiterhin der kleine Einzelhandel massiv benachteiligt wird, ist unverständlich und ungerecht“, urteilt der St. Wendeler Landrat Udo Recktenwald. Trotz zahlreicher Appelle sei das Wirtschaftsministerium nicht von dieser Regelung abgerückt.

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„Es muss in unser aller Interesse liegen, dass der Einzelhandel die Pandemie überlebt. Während der ersten Welle hat der kleine Einzelhandel ausgefeilte Hygienekonzepte umgesetzt; zudem investiert, umgebaut, umgestaltet, um das Infektionsrisiko in den eigenen Läden zu minimieren. Aktuell setzen viele Geschäfte auf kreative Online-Lösungen. Anstrengungen, die mit dem Schwerpunktprinzip untergraben werden, das große Häuser bevorteilt. Die bittere Konsequenz: Es droht ein großes Geschäftesterben in unseren Städten und Dörfern“, so Recktenwald. Der Landrat fordert das Land dringend auf, die geltenden Regeln zu ändern und den kleinen Einzelhandel zu unterstützen.

Ebenso fordert Recktenwald, Pflegepersonal prioritär zu impfen. Es sei wichtig und richtig, dass dort, wo das Virus aktuell am stärksten wüte, in Pflege- und Altenheimen, sofort geimpft wird. „Dass allerdings nicht gleich das Personal, das Tag für Tag mit diesen vulnerablen Gruppen zu tun hat, das besonders gefährdet ist, sich zu infizieren oder unbeabsichtigt den Virus in eine Einrichtung einzuschleppen, nicht gleich mitgeimpft wird, ist, trotz begrenzt vorhandenem Impfstoff, unverständlich“, sagt der Landrat.

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Zudem müssen auch Mitarbeiter ambulanter Dienste, die Menschen zu Hause pflegen, sofort geimpft werden. „Die Organisation der Impfungen ist eine Herkulesaufgabe, die bisher von Land und Landkreisen, unterstützt durch viele Helfer, vorbildlich gemeistert wurde. Jedoch muss von Landesseite nachgesteuert werden. Leider verzeichnen wir in Pflegeeinrichtungen viele Sterbefälle. Hier müssen wir auch die Impfung der Bewohner intensivieren, hier müssen alle geimpft werden“, so Recktenwald abschließend.

Geschrieben von: Marius Erkel

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