Neunkirchen

Neuer Röhrenspeicher bei Saarstahl in Neunkirchen spart Energie von rund 600 Haushalten ein

today4. Dezember 2020 233

Hintergrund
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Neunkirchen. Der neue Röhrenspeicher auf dem Gelände der Saarstahl AG in Neunkirchen, „Nachfolger“ des im Juni dieses Jahres rückgebauten Gasometers, spart im Vergleich zu seinem Vorgänger die Energie von rund 600 Neunkircher Haushalten pro Jahr, oder in Zahlen: 2.500.000 kWh, ein. Seit Anfang des Jahres werden die Hubbalkenöfen im Saarstahl-Werk Neunkirchen mit reinem Erdgas befeuert. Bei der nun in Betrieb genommenen Anlage handelt es sich um einen Zwischenspeicher zur Abdeckung der Lastspitzen in der Gasversorgung der beiden Hubbalkenöfen. Der Clou dabei: Nach Fertigstellung der Anlage ist nichts mehr von ihr zu sehen.

Copyright Saarstahl AG / Dirk Martin

Die Röhren des Speichers befinden sich unter der Oberfläche des Werksgeländes. Mehr als 8 Millionen Euro hat Saarstahl in die Umstellung der Öfen auf Erdgasbetrieb sowie in einen neuen sogenannten Röhrenspeicher als Ersatz des Gasometers investiert. Das Unternehmen hat in den letzten zehn Jahren mehr als 100 Millionen Euro in die Modernisierung des Werkes Neunkirchen investiert und setzt mit diesem Schritt den Weg zu einer umweltfreundlichen und nachhaltigen Produktion am Standort fort.

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„Mit dem neuen Röhrenspeicher zeigt Saarstahl, dass wir auch in schwierigen Zeiten Verantwortung für eine nachhaltige Produktion und die Zukunftsfähigkeit des Standorts Neunkirchen übernehmen“, freut sich Werksleiter Thomas Nikolay über den Neubau.

Der neue Röhrenspeicher arbeitet deutlich effizienter und kostengünstiger als der frühere Scheibengasbehälter und konnte deutlich kleiner gebaut werden, da das Brenngas im verdichteten Zustand gespeichert wird.

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Copyright Saarstahl AG / Dirk Martin

Der Erdgasspeicher besteht aus 10 nebeneinander und bis zu 4 m unter der Geländeoberfläche liegenden Röhren mit einem Gesamtvolumen von ca. 1.000 Kubikmetern. Die Länge der Speicherröhren stellte besondere Anforderungen an die Logistik: Schwerlasttransporter lieferten die 32,5 m langen Rohre auf das Werksgelände und ein 300-t-Kran mit einem Radius von fast 80 m hievte anschließend die Rohre in die 69 x 25 m große Baugrube. Hier wurden jeweils zwei Rohre zu einer 65 m langen Röhre zusammengeschweißt.

Alle Daten auf einen Blick

  • Anzahl der Röhren: 10 Stück
  • Länge: jeweils 65 m (aus zwei 32,5 m)
  • Durchmesser: 1.40 m
  • Wandstärke der Röhren: 14,2 mm
  • Gesamtvolumen geometrisch: 1.000 m³
  • Maximaler Druck: 32 bar
  • Maximales Gasvolumen: ca. 32.000 Normkubikmeter
  • Baujahr 2020

Geschrieben von: Marius Erkel

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