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Heiligabend-Aktion in Saarbrücken findet statt

today30. November 2020 880 1

Hintergrund
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An Heiligabend soll niemand allein sein – das gilt seit nunmehr 51 Jahren in Saarbrücken bei der Heiligabend-Aktion der katholischen und evangelischen Kirche. Doch weil in diesem Jahr die große Weihnachtsfeier mit gemeinsamem Essen, Weihnachtsliedersingen, Bühnenprogramm und Bescherung wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden kann, haben sich die Veranstalter eine Alternative überlegt, wie sie einsamen, bedürftigen und wohnungslosen Menschen trotz allem eine Freude bereiten können. „Die Heiligabend-Aktion findet auch in diesem Jahr statt. Wir haben bereits 1000 Geschenketaschen mit Lebensmitteln im Wert von rund 25 Euro bestellt, die wir am 24. Dezember im E-Werk verteilen werden“, sagt Diakon Hans-Peter Rauguth vom Organisationsteam.

 

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Mit dem Ordnungsamt der Landeshauptstadt, der Unteren Bauaufsicht der Stadt Saarbrücken sowie der GIU als Verwalterin des E-Werks haben die Verantwortlichen ein Hygienekonzept entwickelt, wie die Ausgabe der Geschenketaschen coronakonform ablaufen kann. „Unser Entwurf sieht vor, dass wir die Menschen – selbstverständlich mit Mund-Nasen-Schutz und entsprechendem Abstand – durch die Halle des E-Werks zu den Geschenketischen lotsen. Die Übergabe der Taschen erfolgt kontaktlos“, betont Rauguth. Für Kinder gibt es spezielle Geschenketaschen. Tierhalter können auf Wunsch Tierfutter erhalten. „Seit Sommer überlegen wir Alternativen zur Weihnachtsfeier, denn wir wollen trotz Corona ein Zeichen der Solidarität senden mit Blick auf die Personengruppe, die besonders unter der Pandemie leidet“, sagt Pastoralreferent Heiner Buchen, der im Dekanat Saarbrücken an der Organisation beteiligt ist.

 

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Freiwillige Helfer werden am Vortag die Taschen packen und das E-Werk festlich dekorieren – im Zentrum der Halle soll dabei die Weihnachtskrippe stehen. Damit die Übergabe der Taschen keinen Charakter einer Veranstaltung erhält, darf jedoch keine Musik abgespielt werden. „Es dürfen auch nicht alle Gäste gleichzeitig kommen“, betont Diakon Rauguth. Um die Lage zu entzerren, soll die Aktion bereits um 12 Uhr statt wie üblich um 14 Uhr beginnen. Darüber hinaus sollen die Gäste beim Abholen der Geschenketaschen nach Alter gestaffelt werden: Von 12 bis 13.30 Uhr sind die über 60-Jährigen eingeladen, sich ihr Geschenk abzuholen, von 13.30 bis 15 Uhr die Gruppe der 40 bis 60-Jährigen und von 15 bis 16 Uhr die Jüngeren und die Familien. Ein professioneller Ordnungsdienst wird die rund 40 freiwilligen Helfer beim „Schlangen-Management“ unterstützen und ebenfalls auf die Einhaltung der Corona-Beschränkungen achten.

 

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„Wir sind äußerst dankbar, dass die Heiligabend-Aktion stattfindet. Wenn wir den Menschen, die am Rande der Gesellschaft stehen, diese Aktion verweigern, wäre das ein schlechtes Zeichen“, betont der Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Saar-West, Christian Weyer. „Wir sprechen in der Corona-Krise von den sogenannten ,vulnerablen‘, also verwundbaren Menschen. Es sind vulnerable Menschen, denen die Heiligabend-Aktion zugedacht ist. Gott macht sich an Weihnachten verwundbar, das dokumentieren wir, in dem wir an der Aktion festhalten“, erklärt der Saarbrücker Dechant Benedikt Welter.

 

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Die Kosten für die Heiligabend-Aktion beliefen sich in den letzten Jahren pro Jahr auf rund 35.000 Euro, die rein über Spenden finanziert wurden. Auch in diesem Jahr werden die Kosten wohl nur geringfügig niedriger ausfallen, da lediglich die Kosten für das warme Essen entfallen. Der Hauptanteil für die Geschenketaschen und den Transport sind bereits fest einkalkuliert.

 

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Info: Die Heiligabend-Aktion finanziert sich rein über Spenden und wird fast ausschließlich durch ehrenamtliche Mitarbeiter organisiert. Wer mit einer Spende helfen will, ist herzlich dazu eingeladen: Kath. Kirchengemeinde St. Josef, Verwendungszweck: Heilig Abend Aktion, Sparkasse Saarbrücken, BLZ 590 501 01, Konto 90175, IBAN: DE57 5905 0101 0000 0901 75. Weitere Infos beim Team der Heiligabend- Aktion: Tel. (0681) 90 68 161.

Foto: Superintendent Christian Weyer, Diakon Horst-Peter Rauguth und Dechant Benedikt Welter (vlnr) vor dem E-Werk in Saarbrücken. Foto: Ute Kirch, Bischöfliche Pressestelle.

Geschrieben von: Michael Haubrich

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