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Verbraucherschutzminister Jost fordert bundesweit verbindlichen Qualitätsstandard in der Schulverpflegung

today25. November 2020 169 1

Hintergrund
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Saarbrücken. Mit Blick auf das von Bundesernährungsministerin Julia Klöckner jetzt vorgestellte Konzept zur Ernährungsbildung erneuert der saarländische Verbraucherschutzminister Reinhold Jost seine Forderung, den Qualitätsstandard der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) für die Schulverpflegung bundesweit verbindlich einzuführen.

„Die Angebote und Pläne, die die Bundesministerin vorgestellt hat, kann man als nett oder gut gemeint bezeichnen. Sie werden das wichtige Thema Ernährungsbildung aber nicht spürbar voranbringen. Ein wichtiger Schritt könnte allerdings die verpflichtende Einführung des DGE-Qualitätsstandards in den Schulen sein. Die DGE-Vorgaben werden, solange sie nur empfehlenden Charakter haben, in der Praxis oft nicht eingehalten“, so Jost.

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Das Saarland hat 2013 als erstes Bundesland dafür gesorgt, dass die Essensanbieter an saarländischen Ganztagsschulen den DGE-Standard verpflichtend einhalten müssen. Bislang sind nur zwei weitere Bundesländer gefolgt. Minister Jost: „Ernährung ist vor allem Gewohnheit. Und Gewohnheiten entstehen durch häufige Wiederholung. Schulverpflegung leistet hier einen sehr wichtigen Beitrag. Sie trägt ganz wesentlich zur Ausbildung von Ernährungsgewohnheiten bei.“

Darüber hinaus fordert der Minister seit Jahren systematische, formale Ernährungsbildung in Kitas und Schulen. „Damit Kinder von klein auf den Umgang mit Lebensmitteln lernen. In diesem Zusammenhang ist mir auch das Thema Wertschätzung für Produzenten und Lebensmittel eine Herzensangelegenheit.“

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Um Lehrerinnen und Lehrer in Sachen Ernährungsbildung zu stärken, bietet die zum Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz gehörende Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung (VNS) gemeinsam mit dem Landesinstitut für Pädagogik und Medien seit zehn Jahren entsprechende Fortbildungen an.

„Die Nachfrage nach qualifizierten Fortbildungen im Bereich Ernährung für Kitas und Schulen ist groß im Land“, so Minister Jost. „Allerdings können diese Fortbildungen eine gute Verankerung des Themas in der Ausbildung der Erzieherinnen und Erzieher beziehungsweise im Studium der Lehrkräfte nicht ersetzen. Hier hoffen wir, dass das Thema stärker in die Ausbildung und Studiengänge aufgenommen wird“, so der Minister.

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Moderne Ernährungsbildungskonzepte, die durch externe Fachkräfte in Schulen angeboten werden, können die noch bestehenden Lücken teilweise ausfüllen. Deshalb finanziert das Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz seit 2016 zusammen mit der IKK Südwest das gemeinsam mit dem Adipositas-Netzwerk Saar entwickelte Ernährungsbildungskonzept „schmeckt.einfach.gut.“. Externe Fachkräfte erarbeiten mit Schülerinnen und Schülern Rezepte unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade.

Jost: „Kochen ist als Kultur und Technik der Nahrungszubereitung ein wichtiges Bildungsziel. Mahlzeiten alltagsgerecht zubereiten zu können, ist elementar für die Selbstsorgefähigkeit junger Menschen und ihr künftiges Essverhalten. Außerdem macht es Spaß, mit Familie und Freunden gemeinsam zu kochen und zu essen.“

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Geschrieben von: Marius Erkel

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