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HG Saarlouis sichert einen Punkt in letzter Sekunde (23:23)

today12. September 2021 82

Hintergrund
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Saarlouis. Herzschlag-Finale, dramatisch und hitzig: Es ist Tom Paetow, der Sekunden vor der Schluss-Sirene das Leder unter die Latte zimmert und damit einen wichtigen Punktgewinn für die HG Saarlouis bei der SG Pforzheim/Eutingen sichert. „Hier werden nicht viele Teams gewinnen“, ist sich HGS-Trainer Philipp Kessler sicher, der nach dem Verlauf des Spiels mit dem 23:23 (10:9) am Ende zufrieden ist.

Es war ein Spiel, in dem die Abwehrreihen und Torhüter dominierten. Auf Seiten der Gastgeber zeigte Ex-Erstliga-Goalie Bastian Rutschmann eine Bomben-Leistung, entschärfte allein 15 Würfe der Gäste. Dem standen auf Seiten der HG Pat Schulz (1. – 40. Min) und Darius Jonczyk in nichts nach. Schulz, der aufgrund dienstlicher Verpflichtungen nicht mit dem Team anreisen konnte und nachkam, hielt 11 Bälle, darunter einen Siebenmeter und Darek trug mit seinen 8 Paraden (ebenfalls 1 Siebenmeter) wesentlich zur Aufholjagd am Ende bei.

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Schon in der Anfangsphase wurde deutlich, dass es an diesem Abend in der Pforzheimer Berta-Benz-Halle nicht viele Tore geben würde. Die Gastgeber brauchten 5 Minuten bis zum ersten Treffer der Partie durch Tim Ganz. Die Saarländer trafen gar erst nach acht Minuten zum ersten Mal durch ein Geschoss von Marcel Becker. Nach elf Minuten leuchtete ein 3:3 von der Anzeigetafel und Saarlouis legte nach, traf durch einen Doppelschlag von Tommy Wirtz zum 3:5 (14.). Die folgenden vier Minuten brauchte die SG Pforzheim/Eutingen, um auszugleichen (5:5, 18.). Das Spielchen „die HGS legt vor, die SG zieht nach“ lief bis Minute 22 (7:7), dann kehrte es sich um und Pforzheim war in der Rolle der „Vorleger“. So ging es auch mit 10:9 in die Pause.

 

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Es war, so konstatierte Philipp Kessler, die erwartet schwere Partie. Die kleinliche Spielführung der Unparteiischen Staszak/Walter und die Zeitstrafen-Verteilung hatten die Saarländer zeitweilig aus dem Konzept gebracht.

 

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Zu Beginn der 2. Spielhälfte schluderte die HGS mit ihren Chancen und stand auch in der Defensive nicht mehr so kompakt. Die Folge: Clevere Pforzheimer nutzten diese Phase, um sich einen deutlicheren Vorsprung herauszuspielen. Über 13:10 (36.) erhöhten sie bis zur 41. Minute auf 16:11 und wähnten sich bereits auf der Siegerstraße. Doch die Saarländer gaben sich nicht auf – auch nicht als Waldi Kurotschkin nach 49 Minuten seine dritte Zeitstrafe kassierte und mit rot von der Platte musste.

 

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Nach dem 22:19 (53.) durch Tom Paetow landete ein Broschwitz-Siebenmeter am Torgebälk und Marko Grgic verkürzen auf 22:20. Es beginnt die hitzige Schlussphase. Viereinhalb Minuten bis zum Ende. Wieder Siebenmeter für die Gastgeber. Diesmal tritt Max Luxus an – und scheitert an Darius Jonczyk. Wieder nimmt sich Nachwuchs-Top-Talent Marko Grgic auf der anderen Seite den Wurf, scheitert aber an Bastian Rutschmann.

 

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Noch dreieinhalb Minuten auf der Spieluhr. Marko Grgic fängt ein ungenaues Anspiel auf den Einläufer ab, schickt Lars Walz und Tommy Wirtz in den Gegenstoß und der Luxemburger versenkt das Leder zum 23:21. Noch drei Minuten. Aggressiv offensive Deckung der HG, technischer Fehler von Nico Schöttle, schnelle Ballpassage nach vorne und Marcel Becker bietet sich eine schöne Lücke in der Abwehr, die der Linkshänder zum Anschluss-Treffer (23:22) nutzt. Noch zweieinhalb Minuten. Alexander Lipps, der SG-Coach, nimmt seine letzte Auszeit. Das Ding über die Bühne bringen, hat er möglicherweise seinen Jungs gesagt.

 

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Noch 1:58 Minuten. Darius Jonczyk hält den Wurf von SG-Spielmacher Broschwitz. Noch 78 Sekunden. Philipp Kessler holt seine Jungs zur Besprechung. Rutschmann pariert den folgenden Wurf. Im Gegenzug verhandeln die Gastgeber den Ball. Noch 32 Sekunden bleiben für den Ausgleich. Freiwurf, nachdem Wörner Marko Grgic festmacht. Plötzlich stoppen Zeitnehmer und Sekretär die Partie. Wechselfehler HGS, zwei Minuten Zeitstrafe, aber weiterhin Ballbesitz. Noch zehn Sekunden. Lars Walz passt auf Tom Paetow, der geht mit allem was er hat in die Deckung und zimmert das Leder unter die Querlatte. Ausgleich 23:23. Die HG feiert das Unentschieden in letzte Sekunde wie einen Sieg.

„Diese Punkt kann am Ende sehr wichtig werden., sagt Philipp Kessler hinterher. Wir haben aber auch gelernt, dass wir konsequenter und konstanter in unseren Abläufen werden müssen.“ Jetzt gilt es, sich auf das nächste Derby gegen Dansenberg vorzubereiten.

 

Statistik HGS: Schulz (1-40. Min) 11 Paraden, 1 Siebenmeter, Jonczyk (40. – 60.) 8 Paraden, 1 Siebenmeter, Wirtz 7/2, Paetow 5, Becker 4, Grgic 2, Louis 2, Kurotschkin 2, Hoffmann 1

 

Statistik SG: Rutschmann 15 Paraden, Broschwitz 5/2, Schlögl 4, Lupus 3/1, Hohnerlein 2, Schöttle 2, Buck 2, Kusch 2, Ganz 1, Kirchenbauer 1, Süsser 1

Siebenmeter: HGS 2/2, SG 3/6

 

Zeitstrafen in Minuten: HGS 14, SG 10 (Disqualifikation 3×2 Min. Kurotschkin)

Schiedsrichter: Christian Staszak/Stefan Walter

Zuschauer: 350

Marko Grgic setzt zum Wurf an – Bild: HG Saarlouis

Geschrieben von: Michael Haubrich

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