Neunkirchen

Ottweiler Bürgermeister kritisiert erneut das Schwerpunktprinzip, nennt das Beispiel „Blumen Holgi“

today15. Januar 2021 52

Hintergrund
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Ottweiler. Der Ottweiler Bürgermeister Holger Schäfer meldet sich erneut in der Diskussion um die Schließung weiter Teile des innerstädtischen Einzelhandels vor dem Hintergrund der Pandemie zu Wort. Er hat dabei unverändert das Infektionsrisiko im Blick.

„Je mehr Menschen an einem Ort zusammenkommen, desto höher wird das Infektionsrisiko – egal wo und egal wann. Die Frage, die aktuell wohl übersehen wird, lautet: Wie kann man wirkungsvoll das Infektionsgeschehen eindämmen? Danach folgt aber auch die grundlegende Frage: Welche Maßnahmen werden akzeptiert, wenn sie denn sinnvoll erscheinen?“ Ohne einen Konsens darin werde die Bereitschaft der Bürgerinnen und Bürger Schritt für Schritt nachlassen, die politischen Entscheidungen zu begleiten.

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Das Schwerpunktprinzip wirke leider nicht. Hatte es die gute Absicht, nebenbei auch Einkäufe über den täglichen Bedarf hinaus zu erledigen, so darf man feststellen, dass die Bevölkerung auch ohne Kaufinteresse an Lebensmitteln, die SB-Warenhäuser besuchen um ihren Warenbedarf wie Kleidung, Blumen, Spielzeug und so weiter zu decken. Damit wird nur der Warenmarkt verlagert, nicht aber das Kaufinteresse des Kunden gedeckt und schon gar nicht das Infektionsrisiko minimiert.

„Ich betone, es geht nicht um eine Neiddebatte oder gar um weitere Verkaufsverbote. Es geht ganz einfach darum, dass Blumen Holgi seine überschaubare Kundschaft im Geschäft und davor besser steuern kann.“ Er könne unter Anwendung aller Hygienevorgaben sowie unter Vermeidung größerer Ansammlungen das Infektionsrisiko senken und somit sicherlich wirkungsvoll an der Eindämmung des Infektionsgeschehens mitwirken. Wieso müsse dennoch „Blumen Holgi“ schließen?

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Die Kausalität, also die Beziehung zwischen Ursache und Wirkung, müsse daher wieder in den Fokus rücken, um an dem gemeinsamen Ziel, die Infektionszahlen zu beherrschen, zu arbeiten. Hierzu biete der kleinflächige Einzelhandel eine gute Chance, die bislang nicht genutzt wird.

Geschrieben von: Marius Erkel

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