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Über 80.000 Euro weg: Schockanrufer schlagen im Saarland gleich dreimal zu

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Bild über Blaulichtreport Saarland

Saarbrücken/Saarlouis/St. Wendel – Eine neue Welle von Schockanrufen beschäftigt derzeit die saarländische Polizei. Innerhalb kurzer Zeit haben Betrüger mit der perfiden Masche gleich drei Menschen um hohe Geldbeträge gebracht. Insgesamt erbeuteten die Täter nach Polizeiangaben mehr als 80.000 Euro. Gleichzeitig wurden seit Mittwoch mehr als 20 weitere Betrugsversuche registriert.

Besonders auffällig: Alle drei erfolgreichen Taten ereigneten sich am gestrigen Donnerstag in den Landkreisen Saarlouis und St. Wendel. In jedem Fall gelang es den Betrügern, ihre Opfer so stark unter Druck zu setzen, dass diese Bargeld herausgaben. Die Übergaben fanden jeweils direkt an der Haustür der Betroffenen statt.

Die Täter gingen dabei nach dem inzwischen bekannten Muster vor. Am Telefon gaben sie sich entweder als enge Angehörige oder als Polizeibeamte aus. Den Angerufenen wurde eine dramatische Geschichte aufgetischt: Ein Kind oder Enkelkind habe einen schweren Verkehrsunfall verursacht, bei dem Menschen schwer verletzt oder sogar getötet worden seien. Nun drohe dem Angehörigen die sofortige Verhaftung.

Um diese angeblich abzuwenden, müsse kurzfristig eine hohe „Kaution“ bezahlt werden. Unter massivem zeitlichen und emotionalen Druck sollen die Opfer Bargeld oder andere Wertgegenstände bereitstellen. Anschließend erscheinen sogenannte Abholer – häufig als vermeintliche Polizeibeamte – und nehmen das Geld entgegen.

Bei den drei aktuellen Fällen wurden nach Angaben der Landespolizeidirektion jeweils mindestens niedrige bis mittlere fünfstellige Beträge übergeben. Die Geschädigten waren Männer im Alter zwischen 73 und 87 Jahren. Hinzu kommen seit Mittwoch, 30. September, mehr als 20 Fälle, in denen die Täter mit derselben Masche offenbar keinen Erfolg hatten.

Die Polizei appelliert deshalb erneut eindringlich an die Bevölkerung, insbesondere ältere Angehörige über Schockanrufe zu informieren. Die echte Polizei fordert am Telefon niemals die Übergabe von Bargeld oder Wertgegenständen als Kaution. Wer einen solchen Anruf erhält, sollte das Gespräch beenden und selbstständig die Polizei beziehungsweise den vermeintlich betroffenen Angehörigen über eine bekannte Telefonnummer kontaktieren.

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