Großrosseln – Ein Kellerbrand hat am Dienstagabend (9. September 2026) im Großrosseler Ortsteil St. Nikolaus einen größeren Feuerwehreinsatz ausgelöst. Das betroffene Mehrfamilienhaus in der Nassweiler Straße ist nach dem Feuer vorerst nicht mehr bewohnbar. In dem Gebäude sind insgesamt 17 Menschen gemeldet. Eine Person musste mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung vorsorglich ins Krankenhaus gebracht werden.
Gegen 19.20 Uhr wurde die Feuerwehr mit der Meldung über einen Kellerbrand alarmiert. Weil sich zu diesem Zeitpunkt möglicherweise noch Menschen in dem Gebäude befinden konnten, rückten die Einsatzkräfte mit einem entsprechend großen Aufgebot an. Alarmiert wurden die Großrosseler Löschbezirke Süd und Ost. Zusätzlich kam der Löschbezirk Ludweiler aus Völklingen mit einer Drehleiter hinzu.
Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, hatten bereits alle Bewohner das drei- bis viergeschossige Haus mit seinen sieben Wohnungen verlassen. Der Rettungsdienst untersuchte die Menschen vor Ort. Eine Person wurde wegen des Verdachts auf eine Rauchgasvergiftung zur weiteren Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht. Im Gebäude wurden zunächst außerdem noch zwei Katzen vermisst. Feuerwehrleute konnten beide Tiere finden und ins Freie bringen.
Zu diesem Zeitpunkt war das Treppenhaus bereits bis unter das Dach verraucht. Zwei Trupps gingen unter schwerem Atemschutz aus unterschiedlichen Richtungen gegen das Feuer im Keller vor. Ein weiterer Atemschutztrupp durchsuchte das Gebäude und bereitete die Entrauchung vor. Mit Hilfe von Überdruckbelüftern wurde der Rauch anschließend aus dem Treppenhaus gedrückt. Ein Übergreifen der Flammen auf weitere Bereiche des Hauses konnte verhindert werden.
Obwohl die Feuerwehr den eigentlichen Brand schnell unter Kontrolle bekam, dauerten die Arbeiten länger an. Im betroffenen Keller befand sich viel brennbares Material. Um auch versteckte Glutnester sicher zu beseitigen, musste Brandgut nach draußen gebracht und dort nochmals abgelöscht werden. Einsatzleiter und Wehrführer Fritz Schido zeigte sich anschließend mit dem Ablauf des Einsatzes zufrieden.
Für die Bewohner hatte das Feuer dennoch erhebliche Folgen. Weil die Stromversorgung abgeschaltet werden musste und sowohl das Treppenhaus als auch Wohnungen durch Rauchgase in Mitleidenschaft gezogen wurden, erklärte die Feuerwehr das Mehrfamilienhaus zunächst für unbewohnbar. Die betroffenen Menschen konnten bei Familienangehörigen oder Bekannten unterkommen.