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NVG-Skandal: Neue Dokumente bringen weitere brisante Vorgänge ans Licht

NVG
Bildnachweis: Brandon Lee Posse · Bild über Blaulichtreport Saarland

Neunkirchen – (Von unserem Reporter Thorsten Kremers) Der Skandal um die Neunkircher Verkehrs GmbH (NVG) weitet sich aus. Nach den bereits bekannt gewordenen Vorwürfen liegen unserer Redaktion weitere interne Unterlagen vor. Sie dokumentieren zahlreiche ungeklärte Vorgänge und Beschwerden aus dem Personalbereich, die teilweise bereits 2025 schriftlich zur Klärung gestellt wurden.

Besonders auffällig: In internen Listen werden insgesamt 49 Beschäftigte aus Fahrdienst und On-Demand-Bereich aufgeführt, bei denen laut einer E-Mail aus dem Personalbereich kein unterschriebener Arbeitsvertrag vorgelegen habe. Das bedeutet nicht, dass kein wirksames Arbeitsverhältnis bestand. Die hohe Zahl wirft allerdings Fragen zur Organisation der Personalverwaltung auf.

Weitere Dokumente betreffen Probleme mit der Krankenversicherung eines Beschäftigten, Sonderurlaub, verspätete Urlaubsberechnungen und weitere Personalvorgänge. In einem internen Meldeformular wird zudem behauptet, Praktikumsverträge aus der Werkstatt seien nach der Übergabe an die Personalabteilung „verschwunden“. Ob dies tatsächlich geschah und wie es dazu gekommen sein könnte, ist bislang ungeklärt.

Zusätzlich liegen unserer Redaktion Unterlagen zu Beschwerden über mutmaßlich rassistische beziehungsweise diskriminierende Äußerungen einer Führungskraft aus dem Personalbereich vor. Die darin geschilderten Äußerungen sind bislang nicht abschließend geklärt. Die betreffende Person ist nach Informationen unserer Redaktion weiterhin bei der NVG beschäftigt.

Damit stellt sich zunehmend die Frage, wer innerhalb der NVG wann von welchen Vorgängen wusste. Nach Informationen unserer Redaktion sollen mehrere aufeinanderfolgende Interimsgeschäftsführer Unterlagen zu behaupteten Missständen im Personalbereich erhalten haben. Auch der damalige Aufsichtsratsvorsitzende Jörg Aumann und sein damaliger Stellvertreter und späterer Nachfolger Sören Meng rücken damit hinsichtlich ihres jeweiligen Kenntnisstands in den Fokus. Belege dafür, dass einer von beiden Missstände bewusst gedeckt hätte, liegen unserer Redaktion nicht vor.

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