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Blaulichtreport-Zeitkapsel: Fünf unglaubliche Dinge, die am 17. Oktober geschahen

Londoner Bier Flut
Bild über Blaulichtreport Saarland

Eine tödliche Bierflut mitten in London, ein Erdbeben vor Millionen Fernsehzuschauern und eine ganze Armee, die kapituliert: Das geschah am 17. Oktober.

Vom Wendepunkt eines Krieges bis zu einer der kuriosesten Katastrophen der Geschichte: Der 17. Oktober hat einige außergewöhnliche Kapitel hervorgebracht. Unsere Zeitkapsel führt durch mehr als 200 Jahre Weltgeschichte.

1777: Eine ganze britische Armee kapituliert: Am 17. Oktober 1777 kapituliert der britische General John Burgoyne bei Saratoga vor den amerikanischen Truppen. Rund 6.000 britische und deutsche Soldaten legen ihre Waffen nieder.

Der Sieg wird zum Wendepunkt im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg. Er trägt entscheidend dazu bei, Frankreich von einer offenen Unterstützung der Amerikaner zu überzeugen – und verändert damit die Kräfteverhältnisse im Krieg.

1814: Eine Bierwelle tötet acht Menschen: Am 17. Oktober 1814 bricht in der Londoner Horse Shoe Brewery ein riesiger Bierbehälter. Weitere Fässer werden beschädigt und gewaltige Mengen Bier ergießen sich in das dicht bebaute Viertel St. Giles.

Die Flut dringt in Häuser und Keller ein und reißt Mauern nieder. Acht Menschen sterben. Die bizarre Katastrophe geht als London Beer Flood in die Geschichte ein.

1956: Die Queen eröffnet das Atomzeitalter: Königin Elisabeth II. eröffnet am 17. Oktober 1956 das britische Kernkraftwerk Calder Hall. Es gilt als erstes Atomkraftwerk der Welt, das Elektrizität im kommerziellen Maßstab bereitstellt.

Allerdings besitzt Calder Hall noch eine zweite Funktion: Ursprünglich dient die Anlage vor allem der Produktion von Plutonium für das britische Atomwaffenprogramm. Strom ist zunächst gewissermaßen ein Nebenprodukt.

1961: Eine Nacht der Gewalt in Paris: Am 17. Oktober 1961 demonstrieren Tausende Algerier in Paris friedlich gegen eine gegen sie gerichtete Ausgangssperre. Frankreich befindet sich zu diesem Zeitpunkt mitten im Algerienkrieg.

Die Polizei geht gewaltsam gegen die Demonstranten vor. Zahlreiche Menschen werden getötet, Tausende festgenommen. Das genaue Ausmaß der Opfer bleibt lange umstritten – die Ereignisse zählen heute zu den dunkelsten Kapiteln der jüngeren Pariser Geschichte.

1989: Sekunden verwandeln San Francisco in ein Katastrophengebiet: Um 17.04 Uhr Ortszeit erschüttert am 17. Oktober 1989 ein Erdbeben der Stärke 6,9 die Region um San Francisco. Autobahnabschnitte stürzen ein, Gebäude werden beschädigt und Teile der Bay Bridge brechen zusammen.

63 Menschen sterben, mehr als 3.700 werden verletzt. Besonders außergewöhnlich: Das Beben ereignet sich unmittelbar vor einem Spiel der Baseball-World-Series zwischen San Francisco und Oakland – während Millionen Menschen vor den Fernsehern sitzen.

Vom Schlachtfeld von Saratoga über eine tödliche Bierflut bis zum Erdbeben von Kalifornien: Der 17. Oktober zeigt, wie unterschiedlich Ereignisse sein können, die einen festen Platz in der Geschichte bekommen.

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