SAARBRÜCKEN. Ein folgenschwerer Lkw-Unfall hat am Mittwochmorgen (14. Oktober 2026) auf der A6 für erhebliche Verkehrsbehinderungen gesorgt. Ein Sattelzug geriet außer Kontrolle, drehte sich auf der Autobahn und krachte gegen die Schutzplanke. Anschließend stand das tonnenschwere Gespann nahezu quer auf der Fahrbahn.
Ausgerechnet die elektronische Handbremse könnte den Unfall ausgelöst haben!
Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei war der 46-jährige Fahrer gegen 9.40 Uhr mit seinem Sattelzug unterwegs, als er möglicherweise versehentlich die elektronische Handbremse betätigte. Dadurch sollen kurzzeitig sämtliche Räder des Gespanns blockiert haben.
Die Folgen waren dramatisch: Der Sattelzug drehte sich im Uhrzeigersinn, prallte gegen die rechte Schutzplanke und kam schließlich fast quer zur Fahrtrichtung zum Stillstand.
45 Minuten Vollsperrung – stundenlang Verkehrschaos
Die Bergung des schweren Gespanns gestaltete sich aufwendig. Für rund 45 Minuten musste die Autobahn vollständig gesperrt werden. Insgesamt kam es über einen Zeitraum von etwa viereinhalb Stunden zu erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen.
Trotz des heftigen Unfalls hatte der Fahrer Glück im Unglück: Verletzt wurde niemand.
120.000 Euro Schaden – Polizei ermittelt
Der entstandene Sachschaden ist beträchtlich. Die Polizei schätzt die Schäden am Sattelzug und an der Schutzplanke auf insgesamt rund 120.000 Euro.
Ob tatsächlich eine versehentliche Betätigung der elektronischen Handbremse zu dem Unfall führte, ist noch nicht abschließend geklärt. Die polizeilichen Ermittlungen dauern an.