Polizistinnen zwischen Nationalsozialismus und Demokratie
Über die Veranstaltung
Irene Bleymehl: Erste Kriminalhauptkommissarin im Saarland Seit 1926 arbeiteten Frauen als Kriminalpolizistinnen für die „Weibliche Kriminalpolizei“. In Preußen und einigen weiteren Ländern der Weimarer Republik waren sie ihren männlichen Kollegen dienstrechtlich und finanziell gleichgestellt. Während des Nationalsozialismus wurde die Weibliche Kriminalpolizei deutlich ausgebaut. Mit Beginn des Zweiten Weltkriegs erleichterte das Regime zudem den Zugang zum Beruf.
Eine der Frauen, die diese Möglichkeit nutzten, war die Klavierlehrerin Irene Bleymehl. Sie trat 1940 in den Dienst der Weiblichen Kriminalpolizei ein und wurde nach dem Krieg die erste Kriminalhauptkommissarin des Saarlandes. Der Vortrag erzählt Bleymehls Geschichte, die in der Nachkriegszeit zur ersten Kriminalhauptkommissarin des Saarlandes aufstieg, als Beispiel für eine ambivalente Geschichte der Weiblichen Kriminalpolizei: einerseits aktive Unterstützerin eines verbrecherischen Regimes, andererseits Ergebnis der Emanzipationskämpfe der Frauenbewegung.
Referent ist Dr. Laurens Schlicht. Er ist wissenschaftlicher Programmleiter für den Bereich Natur am Käte Hamburger Kolleg CURE der Universität des Saarlandes. Anmeldung Die Anmeldung zu der kostenlosen Veranstaltung erfolgt über ein Anmeldeformular auf der Veranstaltungswebseite. Interessierte können den Vortrag auch per Livestream auf YouTube verfolgen.