Mettlach – Das Saarland entwickelt sich immer stärker zum Reiseziel – und davon profitieren längst nicht nur Hotels und Restaurants. Neue Zahlen zeigen: Urlauber und Tagesgäste ließen 2025 insgesamt rund 1,67 Milliarden Euro im Saarland. Das sind 11,7 Prozent mehr als noch 2022.
Das vergangene Jahr war sogar das erfolgreichste Tourismusjahr in der Geschichte des Saarlandes. Rund 1,19 Millionen Gästeankünfte und 3,35 Millionen Übernachtungen wurden gezählt. Die Übernachtungszahlen stiegen damit um 4,5 Prozent. Deutschlandweit gab es dagegen mit einem Plus von lediglich 0,3 Prozent kaum Bewegung.
Besonders kräftig ging es im Landkreis Saarlouis nach oben: Dort stieg die Zahl der Übernachtungen um 13 Prozent. Auch Saarbrücken konnte sich freuen. Der Regionalverband stellte bereits zum fünften Mal in Folge einen neuen Übernachtungsrekord auf. Gleichzeitig wuchs die Zahl der Beherbergungsbetriebe im Saarland von 290 auf 319.
Und offenbar fühlen sich die Gäste hier wohl: Bei der Gästezufriedenheit erreichte das Saarland nach Angaben des Sparkassen-Tourismusbarometers 85,5 Punkte und damit Platz eins unter den Bundesländern. Auch Freizeitangebote verzeichneten 2025 ein Besucherplus von 4,2 Prozent.
Interessant ist vor allem, wo das Geld der Touristen landet. Mehr als die Hälfte der touristischen Umsätze geht gar nicht an Hotels oder Restaurants. Auch Geschäfte, Bäckereien, Museen, Freizeiteinrichtungen, Handwerker und zahlreiche andere Dienstleister profitieren von den Besuchern. Für den Staat entstanden aus Mehrwert- und Einkommensteuer rund 155 Millionen Euro Einnahmen.
Und der Aufwärtstrend scheint sich 2026 fortzusetzen. In den ersten sieben Monaten dieses Jahres wurden im Saarland 8,4 Prozent mehr Übernachtungen gezählt als im gleichen Zeitraum 2025. In Hotels, Gasthöfen und Pensionen betrug das Plus sogar 9,1 Prozent.