Wallerfangen/Dillingen – An der seit mehr als zwei Jahren gesperrten L170 zwischen Wallerfangen und Dillingen tut sich sichtbar etwas. Aktuelle Bilder von Blaulichtreport Saarland vom Donnerstagmorgen (10. September 2026) zeigen, wie weit die Hangsicherung am Limberg inzwischen fortgeschritten ist.
Große Teile des gefährdeten Hanges sind bereits mit massiven Schutznetzen gesichert. Gleichzeitig zeigt sich vor Ort: In Richtung Dillingen ist noch ein gutes Stück Arbeit zu erledigen. Die L170 ist seit dem Starkregen an Pfingsten 2024 in diesem Bereich gesperrt. Instabile Hangbereiche und die Gefahr herabstürzender Erd- und Gesteinsmassen machten eine umfangreiche Sicherung notwendig.
Für die Autofahrer in der Region bedeutet die Sperrung seitdem erhebliche Umwege. Inzwischen sind die Fortschritte aber kaum noch zu übersehen. Auf den aktuellen Aufnahmen sind zahlreiche im Boden verankerte Pfosten und die dazwischen gespannten Stahlnetze zu erkennen. Die Hangsicherung erstreckt sich mittlerweile über weite Teile der Strecke von Wallerfangen in Richtung Anschlussstelle Dillingen-Mitte. Baumaschinen und noch nicht vollständig gesicherte Bereiche zeigen allerdings auch, dass die Arbeiten noch laufen.
Nach Angaben des Landes hatten die eigentlichen Bauarbeiten Ende Juni begonnen. Anfang Juli folgte dann eine für viele Pendler erfreuliche Prognose: Der Abschnitt zwischen Wallerfangen und Dillingen soll voraussichtlich Ende Oktober 2026 wieder für den Verkehr freigegeben werden. Damit könnte die wichtige Verbindung deutlich früher zurückkehren als zeitweise erwartet.
Ob der Termin weiterhin Bestand hat, wurde bislang allerdings nicht durch einen konkreten Öffnungstag präzisiert. Angesichts des aktuellen Baufortschritts dürfte deshalb besonders interessant sein, ob die noch ausstehenden Arbeiten in den kommenden Wochen planmäßig abgeschlossen werden können.
Wichtig ist dabei: Eine Freigabe dieses Abschnitts bedeutet noch nicht, dass die komplette L170 wieder durchgehend befahrbar ist. Für den weiteren Abschnitt zwischen Dillingen-Mitte und Rehlingen sieht die Situation deutlich schwieriger aus. Nach den bislang veröffentlichten Informationen befindet sich die Planung der notwendigen Sicherungsmaßnahmen dort noch in einem früheren Stadium. Eine Wiederfreigabe dieses Abschnitts gilt nach Angaben des Landesbetriebs für Straßenbau erst nach 2026 als realistisch.
Wie wichtig jede zusätzliche Verkehrsverbindung in diesem Bereich ist, zeigte sich erst am Mittwoch beim Unfall eines Betonmischers auf der A8. Zehn Kilometer Stau und völlig überlastete Ausweichstrecken rund um Rehlingen und Dillingen waren die Folge. Eine Öffnung der L170 zwischen Wallerfangen und Dillingen würde dem Straßennetz zumindest einen wichtigen Teil seiner früheren Kapazität zurückgeben.