Saarbrücken – Auf der A620 brauchen Autofahrer am Freitagmorgen (25. September 2026) starke Nerven. Wegen Bauarbeiten bei Saarbrücken-Gersweiler wird der Verkehr aus Richtung Saarlouis an der Ausfahrt Gersweiler/Burbach von der Autobahn abgeleitet. Der Rückstau reicht inzwischen bis in den Bereich Völklingen-Fürstenhausen.
Grund für die Vollsperrung sind Bauarbeiten unterhalb der Gersweiler Brücke, die beide Fahrspuren der A620 betreffen. Eine Weiterfahrt auf der Autobahn in Richtung Saarbrücken ist an dieser Stelle derzeit nicht möglich. Entsprechend groß ist der Andrang an der Ausfahrt und auf den umliegenden Straßen. Auch die Umleitungsstrecken sind erheblich belastet.
Nach aktuellen Angaben des ADAC hat sich zwischen Völklingen und Saarbrücken-Gersweiler ein rund fünf Kilometer langer Stau gebildet. Als Zeitverlust werden mindestens 54 Minuten angegeben. Die Erfahrungen zahlreicher Autofahrer fallen allerdings deutlich drastischer aus.
Unter dem Beitrag von Blaulichtreport Saarland berichten mehrere Leser von Wartezeiten von mehr als zwei Stunden. „Eine Stunde? Ich stehe seit 2,5 Stunden“, schreibt ein Betroffener. Eine Frau berichtet, bereits seit 5.30 Uhr im Verkehr festzustecken. Eine weitere Leserin schreibt, ihr Mann habe für die Strecke von Ensdorf nach Saarbrücken zweieinhalb Stunden benötigt. Ein anderer kommentiert die angegebene Stunde Zeitverlust mit: „Fast eine Stunde ist nett verschätzt. Über 2.“
Besonders viel Kritik gibt es an der Verkehrsführung und der Information über die Sperrung. Eine Leserin bezeichnet die Planung als „absolute Katastrophe“ und kritisiert, dass ihrer Wahrnehmung nach nicht bereits ab Völklingen auf die Vollsperrung hingewiesen und der Verkehr entsprechend abgeleitet werde. Andere sehen dagegen auch die Autofahrer in der Verantwortung: Wer von der Staugefahr wisse, solle frühzeitig eine andere Strecke wählen.
Ursprünglich sollte die Sperrung nach vorliegenden Verkehrsmeldungen gegen 8.30 Uhr beendet sein. Danach sieht es am Morgen allerdings zunächst nicht aus. Auch Leser, die an der Baustelle vorbeigefahren sind, berichten, dass die Arbeiten offenbar noch laufen. „Na, warten wir mal ab. Bin gerade dran vorbeigefahren und das sah nicht nach Aufhebung aus“, schildert ein Leser.
Für Pendler aus Richtung Saarlouis und Völklingen bedeutet das: Mit einer grundlegenden Entspannung der Verkehrslage ist zunächst nicht zu rechnen. Wer kann, sollte den betroffenen Bereich großräumig umfahren und deutlich mehr Fahrzeit einplanen.
Für zusätzlichen Unmut sorgt der Zeitpunkt der Arbeiten mitten im morgendlichen Berufsverkehr. Warum die Vollsperrung zu diesem Zeitpunkt notwendig ist und ob die Arbeiten auch zu einer verkehrsärmeren Zeit möglich gewesen wären, ist derzeit nicht bekannt.