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G-Klasse auf A620 schwer beschädigt: Trümmer fliegen auf Gegenfahrbahn – Vollsperrung im Berufsverkehr

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Bildnachweis: Thorsten Kremers · Bild über Blaulichtreport Saarland

Saarbrücken – (Von unserem Reporter Thorsten Kremers – Bildergalerie am Ende des Beitrags) Ein Unfall mit einer Mercedes AMG G-Klasse und einem Mercedes GLC AMG hat am Freitagmorgen auf der A620 zwischen Saarbrücken und Saarlouis für erhebliche Verkehrsbehinderungen gesorgt. Ein Mensch wurde nach erster Polizeiauskunft leicht verletzt. Auf mehr als 100 Metern verteilten sich Fahrzeugteile im auf Tempo 60 km/h beschränkten Bereich. Trümmer flogen auch auf die Gegenfahrbahn und beschädigten dort weitere Autos.

Der Unfall ereignete sich gegen 7:30 Uhr in Richtung Saarlouis kurz nach der Malstatter Brücke. Nach ersten Erkenntnissen prallte die G-Klasse auf der linken Spur gegen die Mittelleitplanke und kollidierte mit dem Mercedes GLC. Wie es dazu kam, ist bislang ungeklärt.

Bei dem Geländewagen handelt es um einen Mercedes-AMG G 63. Diese Ausführung verfügt über einen 4,0-Liter-V8-Biturbomotor mit 585 PS und 850 Newtonmetern Drehmoment. Der schwere Geländewagen beschleunigt laut Hersteller in nur 4,5 Sekunden von null auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit ist serienmäßig auf 220 km/h begrenzt.

Schon der Grundpreis ohne Sonderausstattung eines solchen G 63 lag nach einer Mercedes-Preisliste von 2020 bei rund 154.000 Euro. Vor Ort zeigte sich ein erhebliches Schadensbild: Zu Beginn der Unfallstelle lag das herausgerissene linke Vorderrad des Geländewagens. Im weiteren Verlauf waren unter anderem Teile der Bremsanlage, Federn und Reifenreste über die Fahrbahn verstreut. Das rechte Hinterrad der G-Klasse stand weit seitlich aus dem Radkasten heraus, die Hinterachse war schwer beschädigt. Auch der GLC wies erhebliche Schäden auf.

Mit welcher Geschwindigkeit der Geländewagen unterwegs war, steht bislang nicht fest. Ein Gutachter untersucht die Unfallstelle und soll zur Rekonstruktion des Geschehens beitragen. An einem Streifenwagen war auf dem Dachbalken die Aufschrift „Stop Polizei“ eingeschaltet. Ob die Polizei die G-Klasse zuvor anhalten wollte, ist bislang nicht bestätigt.

Nach erster Auskunft eines Sprechers der Polizei Saarbrücken-Stadt saßen ein Mann und eine Frau in der G-Klasse. Die Person am Steuer wurde leicht verletzt und zur Behandlung in eine Klinik gebracht. Ob dies unter Polizeibegleitung geschah, ist unbekannt. Die andere Person wurde für weitere polizeiliche Maßnahmen zur Dienststelle mitgenommen.

Ob der Mann oder die Frau gefahren war und welche Maßnahmen auf der Dienststelle vorgesehen waren außer der Befragung zum Unfallhergang, konnte der Sprecher zunächst nicht sagen. Im Kofferraum der G-Klasse waren zudem geöffnete beziehungsweise gelöste Verkleidungsteile zu sehen. Weshalb diese offenstanden und ob Gegenstände sichergestellt wurden, ist bislang ungeklärt.

Durch umherfliegende Trümmer wurden nach vorläufigem Stand der Polizei auch zwei oder drei Fahrzeuge auf der Gegenfahrbahn in Richtung Mannheim beschädigt. Die genaue Zahl und das Ausmaß der Schäden werden noch ermittelt. Für die Beseitigung der Fahrzeugteile musste die Fahrbahn in dieser Richtung kurzzeitig gesperrt werden.

In Richtung Saarlouis blieb die A620 zunächst längere Zeit gesperrt, bevor der Verkehr vorübergehend einspurig an der Unfallstelle vorbeigeführt wurde. Seit 9:35 Uhr ist die Autobahn für die weiteren Untersuchungen ab der Anschlussstelle Malstatter Brücke erneut voll gesperrt.

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