SAARBRÜCKEN. Ein Mann soll einen tödlichen Messerangriff auf eine Schule geplant haben. Nun muss er sich vor dem Landgericht Saarbrücken verantworten.
Wie Breaking News Saarland berichtet, beginnt der Prozess gegen Mohamad D. um 9 Uhr vor der Großen Strafkammer im Saal 38. Die Generalstaatsanwaltschaft wirft ihm die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat vor.
Laut Anklage sympathisierte der Mann mit der sogenannten Attentäter-Fanszene. Diese verfolge das Ziel, die demokratische Gesellschaft und den Staat durch Gewalt zu destabilisieren. Spätestens am 5. März soll er sich demnach entschlossen haben, einen tödlichen Plan umzusetzen.
Er soll an einer Schule, die er früher selbst besucht hatte, möglichst viele Lehrer, Schüler und Besucher mit einem Messer töten wollen. Die Tat habe er filmen und die Aufnahmen anschließend veröffentlichen wollen. Für das Vorhaben soll er bereits Ausrüstungsgegenstände beschafft haben.
Nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft gehörten dazu zwei Jagdmesser, ein Schutzhelm, eine Sturmhaube, eine Schutzweste, Pfefferspray, Schutzhandschuhe und eine Handyhalterung. Am 29. Mai soll der Angeklagte die Gegenstände in einer Sporttasche im Kleiderschrank seiner Wohnung aufbewahrt haben.
Das Landgericht bezeichnet den Vorwurf als Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat; im Strafgesetzbuch heißt der entsprechende Tatbestand „Vorbereitung einer terroristischen Straftat“. Bei einer Verurteilung drohen laut Bericht sechs Monate bis zehn Jahre Haft, in minder schweren Fällen drei Monate bis fünf Jahre.