Homburg. Gemeinsam Zeit verbringen, Nähe spüren und in schweren Stunden aufgefangen werden: Dafür entsteht das Palliativzentrum „Schmetterling“. Schwerstkranke Kinder, Jugendliche und Erwachsene sollen hier einen Ort der Geborgenheit finden. Mit dem Richtfest ist das besondere Haus seiner Eröffnung nun ein gutes Stück näher gekommen.
Das Besondere am „Schmetterling“ ist sein altersübergreifendes Konzept. Unter dem Dach des geplanten Hospizzentrums sollen Angebote für Kinder und Erwachsene entstehen. Menschen in einer besonders schwierigen Lebensphase sollen hier Versorgung, Begleitung und Unterstützung erhalten – mit ihren Bedürfnissen und denen ihrer Familien im Mittelpunkt.
Denn eine schwere Erkrankung betrifft immer auch die Menschen, die einen Erkrankten lieben. Deshalb sollen im „Schmetterling“ auch Angehörige umfassend begleitet werden. Besonders Eltern und Geschwister sollen Unterstützung finden. Auch sie brauchen jemanden, der zuhört, ihre Sorgen ernst nimmt und ihnen Halt gibt.
Bei aller Schwere soll im künftigen Haus Raum für das Leben bleiben. Es geht darum, bis zuletzt Teilhabe zu ermöglichen und gemeinsame Zeit zu bewahren. Für Familien soll ein geschützter Ort entstehen, an dem Nähe möglich ist und niemand mit seiner belastenden Situation allein bleiben muss.
Bis sich die Türen öffnen, wird noch gebaut. Doch auf der Baustelle geht es kräftig voran: Eine knapp dreimonatige Unterbrechung wegen Kampfmitteluntersuchungen konnten die Beteiligten inzwischen aufholen. Beim Richtfest hieß es sogar, das Vorhaben liege rund zwei Monate vor dem ursprünglichen Zeitplan.
Rund 17 Millionen Euro sind für das Zentrum vorgesehen. Die Eröffnung ist nach aktuellem Stand für den 1. November 2027 geplant. Damit das Haus seine zusätzlichen Unterstützungsangebote für Angehörige verwirklichen kann, braucht es allerdings auch Spenden. Gerade die Begleitung von Eltern und Geschwistern ist auf diese Hilfe angewiesen.