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Teslas neuer Roadster kann fliegen – das wäre jetzt wohl der Traum vieler Stau-Saarländer

Tesla A620
Bildnachweis: Mit Hilfe von KI generiert · Bild über Blaulichtreport Saarland

Saarbrücken – A620 dicht, Stau bis in die Innenstadt, gleichzeitig Unfall und Sperrungen rund um die A8 bei Rehlingen: Dieses Auto würden sich an diesem Freitag wohl einige Saarländer wünschen. Tesla hat seinen neuen Roadster vorgestellt – und dessen extremste Version kann tatsächlich vom Boden abheben. Statt im Stau zu stehen, einfach über die Autos hinwegfliegen? Ganz so einfach wird es leider nicht.

Tesla und Elon Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX haben für den neuen Elektro-Sportwagen eine Technik mit Kaltgas-Schubdüsen entwickelt. Bei der Präsentation in Texas fuhr der Roadster kopfüber an einer Rampe entlang, löste sich vom Untergrund, drehte sich in der Luft und landete wieder. Bei einer weiteren Vorführung sprang das Auto sogar über andere Fahrzeuge. Eine Beschleunigung von 0 auf 60 Meilen pro Stunde, knapp 97 km/h, wurde in nur 0,81 Sekunden demonstriert.

Ganz gewöhnlich wird der Roadster ohnehin nicht angeboten. Geplant sind drei Varianten: Der zweisitzige Performance soll für die Straße bestimmt sein. Der ebenfalls zweisitzige Thrust bekommt zusätzliche Schubdüsen am Heck. Völlig absurd wird es beim einsitzigen Rocket: Rundum angeordnete Düsen bilden ein komplettes Flugsystem. Tesla selbst sagt dazu sinngemäß: Ja, dieses Auto kann fliegen. Die Höchstgeschwindigkeit des Rocket soll bei mehr als 370 km/h liegen.

Wer jetzt schon einmal die Garage in Saarlouis, Neunkirchen oder Saarbrücken freiräumen möchte, braucht allerdings nicht nur Platz, sondern auch reichlich Geld und Geduld. Tesla nimmt Reservierungen entgegen. Für den Performance werden 50.000 Dollar Reservierungszahlung verlangt, beim limitierten Thrust sind es bereits 250.000 Dollar.

Ein endgültiger Verkaufspreis wurde noch nicht genannt. Die völlig verrückte Rocket-Version lässt sich dagegen gar nicht regulär bestellen: Sie soll ausschließlich auf Einladung erhältlich sein. Eine Reservierung ist zudem noch kein endgültiger Fahrzeugkauf.

Und dann wäre da noch die entscheidende Frage für Saarländer: Darf man damit überhaupt auf der A8 oder A620 fahren – geschweige denn darüber hinwegfliegen? Für die normale Straßenversion ist eine reguläre Zulassung grundsätzlich vorgesehen. Für die flugfähige Rocket-Version sieht es völlig anders aus. Sie ist nicht für öffentliche Straßen zugelassen, und auch für Deutschland gibt es derzeit keine Genehmigung für einen solchen Flugbetrieb. Wer sich also vorstellt, bei Saarbrücken einfach die Düsen einzuschalten und über den Stau hinwegzusetzen, dürfte spätestens bei Polizei und Zulassungsbehörden auf wenig Begeisterung stoßen.

Kein Witz: Teslas Neuer soll wirklich fliegen können – Foto: Tesla

Auch kaufen und nächste Woche losfahren funktioniert nicht. Tesla hatte die neue Roadster-Generation bereits 2017 vorgestellt und damals einen Produktionsbeginn für 2020 angekündigt. Daraus wurde nichts. Bei der jetzigen Präsentation nannte Musk 2028 als neuen Produktionsstart. Wann erste Fahrzeuge tatsächlich nach Deutschland beziehungsweise ins Saarland kommen könnten, steht noch nicht fest.

So sieht der neue Tesla Roadster aus – Bild: Tesla
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