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DFB kippt Sperre: Elversbergs Trainer darf beim Bayern-Kracher coachen

Vincent Wagner SVE
Bild über Blaulichtreport Saarland

Elversberg – Kurz vor dem großen Bundesliga-Duell mit dem FC Bayern gibt es eine wichtige Nachricht für die SV Elversberg: Trainer Vincent Wagner darf am Sonntag offenbar doch wie gewohnt an der Seitenlinie stehen. Das DFB-Sportgericht hat die nach seinem Platzverweis beim 4:3-Erfolg in Mönchengladbach zunächst bestehende Sperre aufgehoben. Damit war der erneute Einspruch der Saarländer erfolgreich.

Der Fall hatte die SVE seit dem vergangenen Wochenende beschäftigt. Wagner war in Gladbach mit Gelb-Rot des Innenraums verwiesen worden. Eine solche Karte zieht auch bei Trainern grundsätzlich automatisch eine Sperre für das folgende Meisterschaftsspiel nach sich. Besonders bitter wäre das diesmal gewesen: Ausgerechnet beim Heimspiel gegen den FC Bayern hätte Wagner sein Team nicht von der Bank aus betreuen dürfen.

Zunächst sah es danach aus, als müsse sich Elversberg damit abfinden. Ein erster Einspruch gegen die Entscheidung hatte keinen Erfolg. Der Verein ließ die Angelegenheit allerdings noch einmal überprüfen – und erreichte nun in einer mündlichen Verhandlung vor dem DFB-Sportgericht die Wende. Ausschlaggebend war dabei offenbar auch die nachträgliche Einschätzung von Schiedsrichter Martin Petersen.

Petersen räumte während der Verhandlung ein, die Situation im Nachhinein anders zu bewerten. Seine damalige Reaktion auf Wagner sei zu streng ausgefallen. Auch von Schiedsrichterseite wurde damit die Grundlage für eine Neubewertung des Vorfalls geschaffen. Das Sportgericht hob den Feldverweis schließlich auf, womit zugleich die daraus resultierende automatische Sperre entfällt. Wagner zeigte sich nach der Entscheidung erleichtert.

Ausgangspunkt des Streits war eine turbulente Phase beim Auswärtsspiel in Mönchengladbach. Nach einer umstrittenen Einwurfentscheidung war das zwischenzeitliche 2:1 für die Borussia gefallen. Wagner reagierte aufgebracht und erhielt zunächst Gelb, nachdem er das Spielfeld betreten hatte. In der Halbzeitpause näherte er sich dem Schiedsrichtergespann erneut und sah daraufhin die zweite Gelbe Karte. Auch Marco Fritz, bei der DFB Schiri GmbH für Regelfragen verantwortlich, sah nachträglich keine ausreichende Grundlage für diesen zweiten Karton.

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