Spiesen-Elversberg – Im Ringen um den weiteren Ausbau der URSAPHARM-Arena ist eine wichtige Entscheidung gefallen. Der Landkreis Neunkirchen hat die endgültige Baugenehmigung für die Nordtribüne erteilt. Damit kann die SV Elversberg ihre Pläne zur Erweiterung der Arena weiterverfolgen. Für den Verein ist die Entscheidung auch sportlich von großer Bedeutung, denn langfristig soll das Stadion ohne Ausnahmegenehmigung die Anforderungen der Deutschen Fußball Liga erfüllen.
In den vergangenen Wochen hatte es allerdings erhebliche Diskussionen um das Vorhaben gegeben. Die Gemeinde Spiesen-Elversberg hatte gegenüber der zuständigen Bauaufsicht Bedenken angemeldet. Dabei ging es insbesondere um Fragen rund um Brandschutz und Sicherheit, Rettungs- und Evakuierungswege sowie um Verkehr, Lärmschutz und Grundstücksfragen. Bürgermeister Bernd Huf hatte deshalb empfohlen, dem Antrag in der damaligen Form nicht zuzustimmen.
Die abschließende Entscheidung liegt jedoch beim Landkreis Neunkirchen – und dort fiel sie nun zugunsten des Stadionprojekts aus. Nach Angaben von Landrat Sören Meng wurde der Antrag zuvor von den zuständigen Fachstellen umfassend geprüft. Das Ergebnis: Die Genehmigung kann erteilt werden. Allerdings ist sie an verschiedene Auflagen gekoppelt, die von der Stadiongesellschaft erfüllt werden müssen. Welche Bedingungen dies im Einzelnen sind, wurde zunächst nicht öffentlich bekannt.
Auch Bürgermeister Huf reagierte grundsätzlich positiv auf die Entwicklung, knüpft seine Bewertung jedoch weiterhin an die Sicherheit im Stadion. Entscheidend sei, dass die notwendigen Sicherheitsvorkehrungen vor der Inbetriebnahme gewährleistet seien. Gleichzeitig machte er deutlich, dass auch die Gemeinde ein Interesse daran habe, dass das Stadionprojekt vorankommt. Welche Auflagen der Landkreis konkret festgelegt hat, war ihm zunächst ebenfalls nicht bekannt.
Für die SVE ist die Genehmigung ein wichtiger Baustein ihrer rasanten sportlichen und infrastrukturellen Entwicklung. Durch die Erweiterung der Nordtribüne sollen mehr als 5.000 zusätzliche Zuschauerplätze entstehen. Nach Abschluss des Umbaus soll die Kaiserlinde insgesamt rund 15.000 bis 15.500 Fans Platz bieten. Damit würde die Arena eine Größenordnung erreichen, die den Anforderungen der DFL dauerhaft gerecht werden soll.