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Saarlouiser Oberstufenschüler schreiben ebenfalls offenen Brief an Bildungsministerin Streichert-Clivot

today8. Januar 2021 2005 2 3

Hintergrund
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Nach dem Albert-Schweizer-Gymnasium in Dillingen hat sich nun auch die Gemeinschaft der Oberstufen der Saarlouiser Schulen (OSV) – welche die Schulen: Gemeinschaftsschule „In den Fliesen“ (Saarlouis), Martin-Luther-King-Schule (Saarlouis), Schule an der Waldwies (Saarwellingen), Johannes-Gutenberg-Schule (Schwalbach), Schule am Warndtwald (Überherrn) und Bisttalschule (Wadgassen-Bous) vertreten – einen offenen Brief an Saar-Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot geschrieben:

Wie ihre Dillinger Kollegen halten es auch die OSV-Schüler für „unverantwortlich und nicht sinnvoll, Abschlussklassen ab dem 11.01.2021 in den Präsenzunterricht zu schicken, geschweige denn sie dazu zu verpflichten“. In Saarlouis beträgt die 7-Tages Inzidenz aktuell 198,6 und ist damit die aktuell höchste im gesamten Saarland.

 

Hier der offene Brief der Saarlouiser Schüler im Wortlaut:

Sehr geehrte Frau ​Streichert-Clivot,

wir der Oberstufenverbund, Saarlouis schließen uns unseren Mitschülern der Klassenstufe 12 des ASG Dillingen an und verfassen hiermit einen weiteren offenen Brief an Sie. Auch wir halten es für unverantwortlich und nicht sinnvoll, Abschlussklassen ab dem 11.01.2021 in den Präsenzunterricht zu schicken, geschweige denn uns dazu zu verpflichten. Wie Sie vielleicht schon mitbekommen haben, haben Lennart Kolling und Lisa Penzel, vertretend für den Oberstufenverbund Saarlouis, eine Petition erstellt welche gezeigt hat, wie viele Schüler Ihre Entscheidung kritisieren. Der Inzidenswert ist so hoch wie noch nie und die Maßnahmen so streng wie noch nie. Schüler*innen werden vor Weihnachten in den Online Unterricht geschickt, um kurz nach Jahresbeginn wenn die Zahlen einen Höchststand erreicht haben und das Virus mutiert ist, wieder zurück in den Präsenzunterricht geschickt zu werden.

Die momentanen Hygienemaßnahmen sind erstens nicht mehr passend zu dem Virus und zweitens nicht zu 100% umsetzbar, was den Präsenzunterricht sowohl für Schüler als auch für Lehrer noch gefährlicher macht. Dazu kommt der Fakt, dass es Mitschüler gibt, die selbst Risikopatienten sind wie zum Beispiel Asthmatiker, Rheumatiker und allgemein Schüler, welche immungeschwächt sind. Es gab viele Schüler in unserem Verbund, die in 2 Wochen Quarantäne geschickt worden sind und dadurch sehr viel abiturrelevanten Stoff verpasst haben. Das Schlimmere hierbei ist jedoch das Verpassen der Kursarbeiten, was dazu geführt hatte, das manche Schüler bis zu vier Arbeiten in einer Woche schreiben mussten. Dies drückt alles auf die Mentalität der zukünftigen Abiturienten.

Deshalb fordern wir eine Verlängerung des Homeoffice für die zukünftigen Abiturienten bis zum 31.01.2021. Sollte dies nicht in Erwägung gezogen werden, so sollte man über die Möglichkeit nachdenken, Arbeiten in den Grundkursen wegfallen zu lassen oder sie, wie das ASG vorschlug, durch benotete Abgaben zu ersetzen. Denn die Vorbereitung auf die Abiturprüfungen ist, so wie Sie entschieden haben, im Moment nicht umsetzbar.

Es ist Ihre Pflicht als Ministerin für Bildung und Kultur sich für die Schüler*innen einzusetzen und nicht gegen sie vorzugehen. Somit bitten auch wir Sie unsere Bedenken ernst zunehmen und unseren Forderungen nachzukommen. Wie die Schüler*innen des ASG schrieben :,,Werden Sie Ihrer Verantwortung gegenüber der Gesellschaft und den Schulgemeinschaften gerecht und setzen Sie die Präsenzpflicht für Abschlussklassen bis auf Weiteres aus.” 

Mit freundlichen Grüßen
die Schüler*innen der Klassenstufe 13 des OSV Saarlouis

namentlich:
Lisa Penzel, Lennart Kolling, Vanessa Waigel, Christian Kirsch, Maurice Lux, Alisa Kraba, Enno Barfs, Merle Wendekamm, Jacqueline Caspar, Nikolas Molz, Laura Gasparyan, Lisa-Marie Zahler, Harris Thiruchelvam
nicht namentlich: 47 weitere Schüler*innen

Geschrieben von: Michael Haubrich

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